Einsatzspektrum

Überall wo Wärme zur Raumheizung oder Warmwasserbereitung benötigt wird, kann der Brennstoff Holzpellets zum Einsatz kommen. Die Ofen- und Kesselbaubranche hat dies schon lange erkannt und bietet heute eine ausgereifte Technik:

Aufzählung

Zimmeröfen und Etagenheizungen (auch in Kombination mit Solarzellen)

Aufzählung

Zentralheizungskessel mit Brauchwassererwärmung

Aufzählung Heizzentralen für Großverbraucher

 

Zimmeröfen und Etagenheizungen 

Einzelne Zimmer oder Etagen lassen sich auf Basis von Holzpellets mit entsprechenden Öfen beheizen. Die Pellets werden in einen am Ofen angebrachten Vorratsbehälter eingefüllt. 
Man unterscheidet zwischen reinen Luftgeräten und Luft-/Wassergeräten. Bei reinen Luftgeräten wird die Raumluft an den Wärmetauscherflächen des Ofens nach dem Schwerkraftprinzip erwärmt, zusätzlich entsteht an den Seitenverkleidungen eine sehr angenehme und gesunde Strahlungswärme. Diese Technik eignet sich für einzelne Räume, z. B. große, offene Wohnzimmer.
 
Luft-/Wassergeräte haben zusätzlich einen Wasserwärmetauscher, so daß ein Teil der Nutzwärme (je nach Gerät bis zu 80%) an einen Heizungskreislauf abgegeben werden kann. In Niedrig- oder Passivhäusern kann durch Installation eines solchen Gerätes sogar auf einen weiteren Heizkessel vollständig verzichtet werden. Man kann diese aber auch mit einer Solaranlage kombinieren. Der Wärmebedarf wird hierbei von März bis Oktober überwiegend über die Solaranlage gedeckt. Die Pelletsheizung springt automatisch an wenn, das Strahlungsangebot nicht ausreichend ist.

Zentralheizungen 

Soll ein Einfamilienhaus nur mit Hilfe von Holzpellets beheizt werden, so bietet sich hier der Pelletszentralheizungskessel an. Im Allgemeinen kann man hier zwischen zwei Heizungstypen unterschieden:

 

 Die halbautomatische Heizung

Bei diesem Typ wird der Vorratsbehälter von Hand bestückt (Vorratsvolumen mind. 400l).
Durch den Einbau eines Pufferspeichers kann die Zahl der Brennstoffstarts vermindert werden und somit läuft der Kessel größtenteils im Volllastbereich.
Die damit verbundene Verbesserung der Verbrennung reduziert die Emissionen und erhöht den Wirkungsgrad der Anlage und es fällt sehr wenig Asche an. Diese kann als Dünger im Garten genutzt werden.

 Die vollautomatische Heizung

Bei diesem Heizsystem wird der Kessel vollautomatisch über eine Förderschnecke oder eine Saugaustragung, die mit dem Lagerraum verbunden ist, versorgt. Der Lagerraum sollte im Idealfall so konzipiert sein, daß er für eine ganze Heizperiode ausreicht und die Pellets problemlos über den Tankwagen eingeblasen werden können. Die Versorgung des Brennraums erfolgt über eine Förderschnecke; die Menge wird automatisch von einer programmierbaren Steuerungsanlage geregelt und ist so vom Komfort her einer Ölheizung gleichzustellen. Wie für die halbautomatischen Anlagen kann man auch hier einen Pufferspeicher einbauen.

  Beispiel für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (Wohnfläche 160 m² )

der bestehende Öllagerraum kann genutzt werden. Eine Grundfläche von 2,50m x 2,50m und einer Raumhöhe von 2,00m deckt den Jahresenergiebedarf mit rund 8,0 Tonnen Holzpellets ab. 

Interessiert?
Dann informieren sie sich über Fördermaßnahmen und bei einem Pelletsgeräteanbieter in ihrer Gegend.

 

Heizzentralen für Großverbraucher

Auch in dem Bereich der Großverbraucher gewinnen die Holzpellets immer mehr an Bedeutung. So werden zum heutigen Zeitpunkt sehr oft sowohl bei Sanierungsarbeiten als auch im Bereich der Neubauten Pelletkessel für Großverbraucher verwendet. Das Einsatzgebiet der Pelletkessel für Großverbraucher findet sich u. a. im kommunalen Bereich wie z. B. bei Schulen, Kirchen oder Gemeindehäusern. Auch Fernwärmesysteme die eine Leistung von bis zu 1.000 kW benötigen sind durchaus mit Pelletkesseln realisierbar.

Die nachfolgenden Bilder zeigen einen Pelletkessel für Großverbraucher mit einer Leistung von 250 kW.

Holzpelletsfeuerungen im Leistungsbereich von 100 kW bis 1.000 kW sehen äußerlich den Hackschnitzelkesseln ähnlich. Unterschiede gibt es insbesondere im Bereich der Brennstoffördertechnik, Brennkammeraufbau bzw. -geometrie und im Aschebereich.

Hier führen die positiven Brennstoff-, Lager-, Zuführungs- und Verbrennungseigenschaften zu Kosteneinsparungen.